Gute Entscheidungen bremsen Organisationen | Nordsteg Insights #23

Gute Entscheidungen bremsen Organisationen | Nordsteg Insights #23

Gute Entscheidungen beschleunigen.

Zumindest sieht es so aus.


Die Illusion von Geschwindigkeit

Wenn der CEO schnell entscheidet, geht es sofort weiter.

Probleme werden gelöst. Projekte kommen voran.

Das fühlt sich effizient an. Ist es aber nicht.


Der versteckte Effekt

Jede zentrale Entscheidung erzeugt Wartezeit.

Nicht sichtbar.

Echte Geschwindigkeit entsteht erst, wenn niemand mehr wartet

Aber überall im System.

  • Entscheidungen werden vorbereitet
  • Informationen werden gesammelt
  • Abstimmungen werden eingeholt

Und am Ende: Wird gewartet.


Geschwindigkeit wird verschoben

Das Unternehmen wird nicht schneller. Es verschiebt nur die Geschwindigkeit auf eine Person.

Alles davor wird langsamer. Alles danach hängt davon ab.


Die eigentliche Bremse

Das Problem ist nicht die Entscheidung. Das Problem ist die Struktur dahinter.

Zentrale Systeme sind schnell im Moment, verteilte im Ganzen

Wenn Entscheidungen zentral getroffen werden, muss das System darauf ausgerichtet sein zu warten.


Der Wendepunkt

Schnelle Organisationen treffen nicht bessere Entscheidungen.

Sie treffen Entscheidungen gleichzeitig. Unabhängig voneinander.


Was dafür fehlt

Nicht Kompetenz. Sondern Entscheidungsfähigkeit im System.

Das bedeutet:

  • klare Kriterien
  • definierte Schwellenwerte
  • bekannte Entscheidungsräume

Jede zentrale Entscheidung erzeugt Wartezeit

Dann entsteht etwas Neues: Geschwindigkeit ohne Abhängigkeit.


Der Unterschied

Zentrale Systeme sind schnell im Moment.

Verteilte Systeme sind schnell im Ganzen.


Fazit

Gute Entscheidungen beschleunigen einzelne Situationen. Aber sie verlangsamen das System.

Denn echte Geschwindigkeit entsteht erst, wenn niemand mehr warten muss.


Nicolas Fabjan – Gründer & CEO von Nordsteg OnlineMarketing. Klartext für Unternehmer – über Marketing, Systeme und Zukunft.