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Die gefährlichste Rolle im Unternehmen ist der Macher

  • Autorenbild: Nicolas Fabjan
    Nicolas Fabjan
  • 13. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Unternehmen scheitern selten an Ideen.

Sie scheitern an der Art, wie Dinge vorangebracht werden.

Und oft ist die gefährlichste Figur dabei nicht der Bremser.

Sondern der Macher.

Der Macher ist das Ideal einer Kultur, die Geschwindigkeit höher bewertet als Tragfähigkeit.

Der Macher liefert Tempo


Der blinde Fleck


Macher sind wertvoll.

Sie entscheiden schnell.

Sie lösen Probleme.

Sie bringen Dinge „über die Linie“.


Genau deshalb bekommen sie Macht.

Und genau deshalb werden sie selten hinterfragt.

Der blinde Fleck:

Macher optimieren Ergebnis heute – nicht Tragfähigkeit morgen.



Wenn Geschwindigkeit zur Falle wird


Typische Muster:

  • Entscheidungen werden getroffen, bevor Auswirkungen verstanden sind

  • Prozesse werden umgangen, „um schneller zu sein“

  • Diskussionen werden abgekürzt: „Machen wir später sauber“

  • Systeme werden belastet, bis sie brechen


Kurzfristig wirkt das wie Führung.

Langfristig ist es Erosion.


Geschwindigkeit ohne Richtung ist kein Fortschritt. Sie ist Verschleiß.


Nicht jeder, der Dinge voranbringt, bringt das Unternehmen weiter.

Der Macher denkt in Aktionen.

Das Unternehmen braucht Architektur.

Was fehlt, ist nicht Energie.


Was fehlt, ist Systemdenken:

  • Welche Entscheidung skaliert?

  • Welche beschädigt Wiederholbarkeit?

  • Welche macht das System abhängig von einer Person?


Ohne diese Fragen wird jeder Erfolg persönlich – und jeder Fehler strukturell.


Die eigentliche Ursache


Macher entstehen dort, wo Führung nicht geklärt ist.


  • Ziele sind unpräzise

  • Prioritäten wechseln

  • Entscheidungslogiken fehlen


Der Macher füllt das Vakuum.

Mit Tempo.


Der Fehler ist nicht der Macher. Der Fehler ist, dass das System ihn braucht.

Vom Macher zur Führung


Starke Unternehmen ersetzen Macher-Helden durch führbare Systeme:

  1. Entscheidungslogik vor Tempo

    Was wird entschieden – und nach welchem Prinzip?

  2. Rollen vor Reaktion

    Wer darf beschleunigen – und wer schützt das System?

  3. Rhythmus vor Aktionismus

    Wiederholbarkeit schlägt spontane Exzellenz.


Systeme skalieren. Helden nicht.


In der nächsten Wachstumsphase gewinnen nicht die schnellsten Unternehmen.

Sondern jene, die Tempo begrenzen, um Wirkung zu sichern.


Reife Organisationen sind nicht schneller. Sie sind belastbarer.

Der Macher bleibt wichtig.

Aber nur dort, wo das System ihn führt – nicht umgekehrt.


Wenn dein Unternehmen ohne einen bestimmten Macher langsamer wird, hast du kein Personalproblem. Du hast ein Systemproblem.


Nicolas Fabjan – Gründer & CEO Nordsteg

Klartext über Systeme, Marketing und Zukunft.

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