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Nicolas Fabjan

Nicolas Fabjan

Geschäftsführer & Performance-Marketing-Stratege bei Nordsteg

Nicolas berät seit über 10 Jahren B2B-Unternehmen und Onlineshops im DACH-Raum zu Performance Marketing, Google Ads und datengetriebenem Wachstum. Über 400 Unternehmen setzen auf seine Strategien.

Standorterweiterungen: So steigern sie die Ladenbesuche

  • Autorenbild: Nicolas Fabjan
    Nicolas Fabjan
  • 16. Aug. 2025
  • 13 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. März


Lokale Unternehmen investieren in Google Ads - doch wie viele Klicks führen tatsächlich zu einem Besuch im Geschäft? Die Antwort liegt oft in einem unterschätzten Feature: Standorterweiterungen. Diese kleinen Zusatzinformationen in Ihren Anzeigen zeigen Adresse, Entfernung und Öffnungszeiten direkt in den Suchergebnissen. Das Ergebnis: Nutzer wissen sofort, wo Sie sind, und kommen vorbei.


In diesem Artikel erfahren Sie, wie Standorterweiterungen (seit 2023 offiziell "Standort-Assets" genannt) funktionieren, wie Sie sie einrichten und welche Strategien 2026 den grössten Effekt auf Ihre Ladenbesuche haben.


Was sind Standorterweiterungen in Google Ads?


Standorterweiterungen - oder wie Google sie seit dem Rebranding nennt: Standort-Assets - sind Zusatzinformationen, die Ihre Google-Ads-Anzeigen um standortbezogene Daten ergänzen. Konkret bedeutet das: Unter Ihrer Textanzeige erscheint Ihre Geschäftsadresse, die Entfernung zum Nutzer, eine Telefonnummer und gegebenenfalls Ihre Öffnungszeiten.


Für lokale Unternehmen sind Standorterweiterungen damit eines der wirkungsvollsten Assets überhaupt. Sie schlagen die Brücke zwischen digitaler Werbung und physischem Geschäftsbesuch. Statt nur eine Website zu bewerben, zeigen Sie dem potenziellen Kunden: "Wir sind hier - gleich um die Ecke."


Standorterweiterungen vs. Affiliate-Standorterweiterungen


Es gibt zwei Varianten, die Sie kennen sollten:


  • Standort-Assets (ehemals Standorterweiterungen): Zeigen die Adresse Ihres eigenen Geschäfts. Ideal für Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und alle Unternehmen mit eigenen Filialen.

  • Affiliate-Standort-Assets: Zeigen Standorte von Drittanbietern, die Ihre Produkte verkaufen. Relevant für Hersteller und Marken, deren Produkte im stationären Handel verfügbar sind.


Für die meisten lokalen Unternehmen im DACH-Raum sind die klassischen Standort-Assets die richtige Wahl. Affiliate-Standort-Assets kommen eher bei überregionalen Marken zum Einsatz, die über Handelsketten vertrieben werden.


Wo erscheinen Standorterweiterungen?


Standort-Assets werden an mehreren Stellen ausgespielt:


  • Google-Suche: Unter Ihren Textanzeigen als Adresszeile mit Entfernung

  • Google Maps: Als hervorgehobene Einträge in der Kartenansicht

  • YouTube: Bei lokalen Videoanzeigen

  • Google Display-Netzwerk: Bei ausgewählten Display-Kampagnen


Besonders in der mobilen Suche entfalten Standorterweiterungen ihre volle Wirkung. Google selbst berichtet, dass Suchanfragen mit "in meiner Nähe" in den letzten Jahren um über 100 % gestiegen sind (Quelle: Google/Think with Google, 2024). Nutzer suchen aktiv nach lokalen Angeboten - und Standort-Assets liefern genau die Information, die zur Entscheidung für einen Besuch führt.


Warum Standorterweiterungen für lokale Unternehmen unverzichtbar sind


Viele Werbetreibende betrachten Standorterweiterungen als "nice to have". Das ist ein Fehler. Hier sind die konkreten Vorteile:


1. Höhere Klickrate durch mehr Anzeigenfläche


Jede Erweiterung vergrössert die sichtbare Fläche Ihrer Anzeige in den Suchergebnissen. Mehr Fläche bedeutet mehr Aufmerksamkeit. Google gibt an, dass Anzeigenerweiterungen die Klickrate (CTR) im Durchschnitt um 10 bis 15 % steigern können (Quelle: Google Ads Help, 2025). Standorterweiterungen sind dabei besonders effektiv, weil sie einen unmittelbaren Nutzen kommunizieren: Nähe.


2. Qualifiziertere Klicks


Ein Nutzer, der Ihre Adresse und Entfernung bereits in der Anzeige sieht, klickt bewusster. Er weiss, dass Ihr Geschäft erreichbar ist. Das reduziert Streuverluste und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass aus dem Klick ein Besuch wird.


3. Mehr Ladenbesuche - messbar


Mit dem Store-Visit-Conversion-Tracking von Google können Sie tatsächliche Besuche in Ihrem Geschäft messen, die auf eine Anzeigeninteraktion zurückzuführen sind. Dazu gleicht Google anonymisierte Standortdaten von Nutzern mit Ihren Geschäftsadressen ab. Das funktioniert über GPS, WLAN und weitere Signale - datenschutzkonform und aggregiert.


4. Bessere Performance bei lokalen Kampagnen


Standorterweiterungen sind kein isoliertes Feature. Sie arbeiten mit anderen Kampagnentypen zusammen. Performance-Max-Kampagnen mit Standort-Assets priorisieren automatisch Nutzer in der Nähe Ihrer Filialen. Lokale Kampagnen nutzen Standortdaten, um die Anzeigenausspielung auf relevante Gebiete zu fokussieren.


5. Wettbewerbsvorteil in der lokalen Suche


Nicht jeder Wettbewerber nutzt Standort-Assets. Wer sie aktiviert hat, nimmt in den Suchergebnissen mehr Platz ein und wirkt professioneller. In hart umkämpften lokalen Märkten kann das den Unterschied machen.


Voraussetzungen: Was Sie für Standorterweiterungen brauchen


Bevor Sie Standort-Assets aktivieren können, müssen einige Grundlagen stimmen:


Google Unternehmensprofil (Business Profile)


Die wichtigste Voraussetzung: Sie benötigen ein verifiziertes Google Unternehmensprofil (ehemals Google My Business). Dieses Profil ist die Datenbasis für Ihre Standorterweiterungen. Dort hinterlegen Sie:


  • Geschäftsname und Kategorie

  • Adresse(n) aller Standorte

  • Öffnungszeiten

  • Telefonnummer

  • Website


Stellen Sie sicher, dass alle Informationen aktuell und korrekt sind. Falsche Öffnungszeiten oder eine veraltete Adresse schaden nicht nur der Nutzererfahrung, sondern können auch dazu führen, dass Google Ihre Standort-Assets einschränkt.


Verknüpfung mit Google Ads


Ihr Google Unternehmensprofil muss mit Ihrem Google-Ads-Konto verknüpft sein. Das geht über die Kontoeinstellungen in Google Ads unter "Verknüpfte Konten". Nach der Verknüpfung synchronisieren sich die Standortdaten automatisch - Änderungen im Unternehmensprofil werden direkt in Ihre Anzeigen übernommen.


Mindestanforderungen für Ladenbesuch-Conversions


Wenn Sie nicht nur Standort-Assets nutzen, sondern auch Ladenbesuche als Conversions tracken möchten, gelten zusätzliche Anforderungen:


  • Ausreichendes Klick- und Impressionsvolumen (die genauen Schwellenwerte gibt Google nicht öffentlich bekannt)

  • Mehrere physische Standorte oder ein Standort mit hoher Besucherfrequenz

  • Aktiviertes Conversion-Tracking auf Kontoebene

  • Verifizierte Standorte im Google Unternehmensprofil


Nicht jedes Konto qualifiziert sich automatisch für Store-Visit-Conversions. Google prüft die Datenmenge und aktiviert das Feature erst, wenn genügend Signale vorhanden sind, um statistisch belastbare Ergebnisse zu liefern.


Schritt-für-Schritt: Standorterweiterungen einrichten


Die Einrichtung von Standort-Assets ist kein Hexenwerk, erfordert aber Sorgfalt. Hier ist der Prozess:


Schritt 1: Google Unternehmensprofil anlegen und verifizieren


Falls Sie noch kein Profil haben, erstellen Sie eines unter business.google.com. Geben Sie alle relevanten Informationen ein und durchlaufen Sie den Verifizierungsprozess. Google verifiziert Standorte in der Regel per Postkarte, Telefonanruf oder E-Mail. Dieser Schritt kann einige Tage dauern.


Schritt 2: Google Ads mit dem Unternehmensprofil verknüpfen


Navigieren Sie in Google Ads zu "Tools und Einstellungen" und dann zu "Verknüpfte Konten". Wählen Sie "Google Unternehmensprofil" und stellen Sie die Verknüpfung her. Falls mehrere Personen Zugriff auf das Unternehmensprofil haben, muss der Inhaber die Verknüpfungsanfrage bestätigen.


Schritt 3: Standort-Assets auf Kampagnen- oder Kontoebene aktivieren


Gehen Sie in Google Ads zu "Assets" (ehemals "Anzeigenerweiterungen"). Wählen Sie "Standort-Asset" und ordnen Sie es den gewünschten Kampagnen oder dem gesamten Konto zu. Bei mehreren Standorten können Sie filtern, welche Adressen für welche Kampagnen gelten sollen.


Schritt 4: Anzeigengruppen und Keywords lokal ausrichten


Standort-Assets allein reichen nicht. Ihre Keywords und Anzeigentexte sollten ebenfalls einen lokalen Bezug haben. Beispiele:


  • "Zahnarzt Wien 1010" statt nur "Zahnarzt"

  • "Autowerkstatt Graz Umgebung" statt nur "Autowerkstatt"

  • "Friseur in meiner Nähe" als Keyword-Option


Kombinieren Sie lokale Keywords mit Standort-Assets, um die Relevanz für Nutzer in Ihrer Nähe zu maximieren.


Schritt 5: Standort-Targeting konfigurieren


Ein häufiger Fehler: Das Standort-Targeting steht auf "Nutzer, die sich für diesen Standort interessieren oder sich dort befinden". Für lokale Kampagnen mit dem Ziel Ladenbesuche sollten Sie auf "Nutzer, die sich regelmässig an diesem Standort befinden oder sich dort befinden" umstellen. So vermeiden Sie, dass Ihre Anzeigen an Nutzer ausgespielt werden, die zwar nach Ihrem Standort suchen, aber physisch weit entfernt sind.


Best Practices für mehr Ladenbesuche mit Standort-Assets


Die Einrichtung ist der erste Schritt. Die Optimierung entscheidet über den Erfolg. Hier sind die wichtigsten Best Practices für 2026:


Öffnungszeiten aktuell halten


Klingt banal, wird aber ständig vernachlässigt. Veraltete Öffnungszeiten in Ihren Standort-Assets führen zu frustrierten Kunden, die vor verschlossener Tür stehen. Pflegen Sie Feiertage, Betriebsurlaub und Sonderöffnungszeiten konsequent im Google Unternehmensprofil.


Anzeigentexte mit lokalem Bezug


Ihre Anzeigentexte sollten den lokalen Kontext aufgreifen. Statt generischer Texte wie "Jetzt kaufen" verwenden Sie Formulierungen wie "Besuchen Sie uns in der Mariahilfer Strasse" oder "Nur 5 Minuten vom Hauptbahnhof". Das verstärkt die Wirkung der Standort-Assets und erhöht die Klickrate.


Gebotsanpassungen nach Standort


Nutzen Sie Gebotsanpassungen, um in einem bestimmten Radius um Ihre Filialen höhere Gebote zu setzen. Ein Nutzer, der sich 500 Meter von Ihrem Geschäft entfernt befindet, ist wertvoller als einer, der 30 Kilometer entfernt sucht. Passen Sie Ihre Gebote entsprechend an - zum Beispiel +20 % in einem 5-km-Radius.


Mobilgeräte priorisieren


Die überwiegende Mehrheit der lokalen Suchanfragen kommt von Mobilgeräten. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kampagnen mobil optimiert sind. Das betrifft nicht nur die Gebote (Gebotsanpassung für Mobilgeräte), sondern auch Ihre Landing Page. Eine Seite, die auf dem Smartphone schlecht lädt oder schwer zu bedienen ist, vernichtet den Effekt Ihrer Standort-Assets.


Anruf-Assets ergänzen


Kombinieren Sie Standort-Assets mit Anruf-Assets (ehemals Anruferweiterungen). Viele Nutzer, die Ihr Geschäft in der Anzeige sehen, möchten direkt anrufen - sei es für eine Terminvereinbarung, eine Verfügbarkeitsanfrage oder eine Wegbeschreibung. Anruf-Assets machen diesen Schritt so einfach wie möglich.


Sitelink-Assets mit lokalen Zielseiten


Erstellen Sie spezifische Landing Pages für jeden Standort und verlinken Sie diese über Sitelink-Assets. So können Sie verschiedene Filialen, Abteilungen oder Angebote gezielt bewerben. Ein Nutzer, der nach "Optiker Salzburg" sucht, sollte auf einer Seite landen, die speziell den Salzburger Standort mit allen relevanten Informationen zeigt.


Sie möchten Ihre Standorterweiterungen professionell einrichten lassen und mehr Kunden in Ihr Geschäft bringen? Unsere Performance-Marketing-Experten unterstützen Sie bei der Einrichtung und Optimierung Ihrer lokalen Google-Ads-Kampagnen.


Ladenbesuche messen: Store-Visit-Conversion-Tracking


Eine der grössten Stärken von Standorterweiterungen ist die Möglichkeit, den tatsächlichen Einfluss Ihrer Anzeigen auf Ladenbesuche zu messen. Google nennt dieses Feature "Conversions in Form von Ladenbesuchen" (Store Visit Conversions).


Wie funktioniert das Tracking?


Google nutzt anonymisierte und aggregierte Standortdaten von Nutzern, die den Standortverlauf aktiviert haben. Der Prozess:


1. Ein Nutzer sieht oder klickt auf Ihre Anzeige mit Standort-Asset

2. Innerhalb eines definierten Zeitfensters (Standard: 30 Tage) besucht der Nutzer physisch Ihren Standort

3. Google erkennt den Besuch über GPS, WLAN, Bluetooth und weitere Signale

4. Der Besuch wird als Conversion in Ihrem Google-Ads-Konto erfasst


Wichtig: Es handelt sich um modellierte Daten, nicht um exakte Zählungen. Google hochrechnet die tatsächlichen Besuche auf Basis der Nutzer, deren Standortverlauf aktiv ist. Die Daten werden erst angezeigt, wenn ein statistisch signifikantes Niveau erreicht ist - das schützt die Privatsphäre einzelner Nutzer.


Conversion-Fenster anpassen


Das Standard-Conversion-Fenster für Ladenbesuche beträgt 30 Tage. Je nach Branche kann es sinnvoll sein, dieses Fenster anzupassen:


  • Gastronomie und Schnellservice: 7 Tage (Entscheidung fällt schnell)

  • Möbelhandel und Autohäuser: 30 Tage (längerer Entscheidungsprozess)

  • Fachhandel und Dienstleistungen: 14 bis 21 Tage (mittlerer Entscheidungszeitraum)


Ein zu langes Conversion-Fenster kann die Zuordnung verfälschen, ein zu kurzes relevante Besuche nicht erfassen. Testen Sie verschiedene Einstellungen und vergleichen Sie die Ergebnisse.


Ladenbesuche als Gebotssignal nutzen


Sobald Sie genügend Ladenbesuch-Conversions sammeln, können Sie diese als Gebotssignal in Ihren Smart-Bidding-Strategien verwenden. Google berücksichtigt dann die Wahrscheinlichkeit eines Ladenbesuchs bei der Gebotsoptimierung. Das ist besonders wirkungsvoll bei Performance-Max-Kampagnen und lokalen Kampagnen.


Performance Max und Standort-Assets: Die Kombination für 2026


Performance-Max-Kampagnen (PMax) haben sich als der dominierende Kampagnentyp für lokale Unternehmen etabliert. In Kombination mit Standort-Assets entfalten sie besondere Stärken:


Automatische Ausspielung auf allen Kanälen


PMax-Kampagnen spielen Ihre Anzeigen automatisch auf Google Suche, Maps, YouTube, Display und Gmail aus. Standort-Assets sorgen dabei dafür, dass auf jedem Kanal die richtige Adresse und die aktuellen Öffnungszeiten angezeigt werden.


Lokale Zielgruppen-Signale


In PMax-Kampagnen können Sie Zielgruppen-Signale hinterlegen. Für lokale Kampagnen sind besonders relevant:


  • Benutzerdefinierte Segmente mit lokalen Suchanfragen

  • Standortbezogene Zielgruppen (z. B. "Nutzer in der Nähe von Einkaufszentren")

  • Remarketing-Listen von Websitebesuchern aus der Region


Diese Signale helfen dem Algorithmus, die richtigen Nutzer in Ihrer Nähe anzusprechen.


Demand Gen mit gesponserten Markierungen in Maps


Seit 2025 bietet Google die Möglichkeit, über Demand-Gen-Kampagnen gesponserte Markierungen in Google Maps zu schalten. Nutzer, die sich auf der Karte verschiedene Geschäfte ansehen, sehen Ihren Standort hervorgehoben. Das ist besonders effektiv für Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen in Innenstadtlagen.


Häufige Fehler bei Standorterweiterungen - und wie Sie sie vermeiden


Auch bei einem vermeintlich einfachen Feature wie Standort-Assets gibt es typische Stolperfallen:


Fehler 1: Nicht verifizierte Standorte


Standort-Assets funktionieren nur mit verifizierten Standorten im Google Unternehmensprofil. Nicht verifizierte Einträge werden nicht in Ihren Anzeigen angezeigt. Prüfen Sie den Status aller Standorte regelmässig.


Fehler 2: Falsches Standort-Targeting


Das bereits erwähnte Problem mit dem Targeting-Modus. "Interesse an einem Standort" ist für viele lokale Kampagnen zu weit gefasst. Nutzen Sie "Präsenz" oder "Präsenz und regelmässig besucht" für bessere Ergebnisse.


Fehler 3: Keine Gebotsanpassung nach Entfernung


Alle Nutzer gleich zu behandeln - unabhängig von ihrer Entfernung zu Ihrem Geschäft - verschwendet Budget. Staffeln Sie Ihre Gebote nach Entfernung: höhere Gebote für nahe Nutzer, niedrigere für entferntere.


Fehler 4: Standort-Assets ohne passende Landing Page


Wenn ein Nutzer auf Ihre Adresse in der Anzeige klickt und auf einer generischen "Über uns"-Seite landet, ist die Chance vertan. Erstellen Sie standortspezifische Landing Pages mit Anfahrt, Parkmöglichkeiten, lokalen Angeboten und einem klaren Call-to-Action.


Fehler 5: Feiertage und Sonderöffnungszeiten vergessen


Nichts schadet dem Vertrauen mehr als ein Kunde, der an einem Feiertag zu Ihrem Geschäft fährt, weil die Anzeige reguläre Öffnungszeiten anzeigt. Pflegen Sie Sonderöffnungszeiten immer im Voraus im Google Unternehmensprofil.


Fehler 6: Nur einen Kampagnentyp nutzen


Standort-Assets entfalten ihre volle Wirkung, wenn sie über verschiedene Kampagnentypen hinweg eingesetzt werden. Kombinieren Sie Such-Kampagnen mit PMax-Kampagnen und gegebenenfalls Demand-Gen-Kampagnen für eine ganzheitliche lokale Strategie.


Erweiterte Strategien: Standorterweiterungen für Multi-Location-Unternehmen


Unternehmen mit mehreren Standorten stehen vor besonderen Herausforderungen. Hier sind Strategien, die speziell für Multi-Location-Setups relevant sind:


Kampagnenstruktur nach Standort


Erstellen Sie separate Kampagnen oder Anzeigengruppen für jeden Standort oder jede Region. So können Sie Budgets, Gebote und Anzeigentexte individuell steuern. Ein Standort in einer Grossstadt benötigt möglicherweise ein höheres Budget als eine Filiale in einer Kleinstadt.


Dynamische Standortanzeigen


Nutzen Sie Anzeigenanpassungen (Ad Customizers), um Ihre Anzeigentexte automatisch an den Standort des Nutzers anzupassen. Statt für jeden Standort separate Anzeigen zu erstellen, können Sie eine Vorlage verwenden, die den nächstgelegenen Standort dynamisch einfügt.


Standortbezogene Auswertung


Nutzen Sie den Store-Report in Google Ads, um die Performance einzelner Standorte zu vergleichen. Welcher Standort generiert die meisten Ladenbesuche pro ausgegebenem Euro? Wo ist der Return on Ad Spend (ROAS) am höchsten? Diese Daten helfen, Budgets effizient zu verteilen.


Saisonale Anpassungen pro Standort


Nicht jeder Standort hat die gleiche Saisonalität. Ein Geschäft in einer Touristenregion hat im Sommer Hochsaison, während ein Standort in einer Universitätsstadt während des Semesters stärker frequentiert wird. Passen Sie Budgets und Gebote entsprechend an.


Standorterweiterungen und lokale SEO: Synergien nutzen


Standort-Assets in Google Ads und lokale Suchmaschinenoptimierung (SEO) sind keine Gegensätze - sie ergänzen sich. Hier sind die wichtigsten Synergien:


Konsistente NAP-Daten


NAP steht für Name, Address, Phone. Diese Daten sollten überall identisch sein - in Ihrem Google Unternehmensprofil, auf Ihrer Website, in Branchenverzeichnissen und in Ihren Google-Ads-Standort-Assets. Inkonsistenzen verwirren nicht nur Nutzer, sondern können auch Ihr lokales Ranking beeinträchtigen.


Bewertungen als Vertrauenssignal


Positive Google-Bewertungen stärken sowohl Ihr organisches lokales Ranking als auch die Wirkung Ihrer Anzeigen. Anzeigen mit Standort-Assets zeigen in manchen Fällen auch die Sternebewertung aus dem Google Unternehmensprofil. Investieren Sie daher parallel in ein aktives Bewertungsmanagement.


Google Maps als zusätzlicher Touchpoint


Wenn ein Nutzer nach einem lokalen Angebot sucht, sieht er oft sowohl organische Maps-Ergebnisse als auch bezahlte Anzeigen mit Standort-Assets. Beide Kanäle zusammen erhöhen die Sichtbarkeit und schaffen Vertrauen.


Was kostet der Einsatz von Standorterweiterungen?


Eine häufige Frage: Kosten Standort-Assets extra? Die Antwort: Nein - und ja.


  • Keine zusätzlichen Kosten für die Aktivierung: Standort-Assets sind kostenlos hinzuzufügen. Sie zahlen keinen Aufpreis dafür, dass Ihre Adresse in der Anzeige erscheint.

  • Kosten pro Klick: Wenn ein Nutzer auf die Adresse klickt (z. B. um die Wegbeschreibung zu öffnen), wird das als Klick gewertet und kostet so viel wie ein regulärer Klick.

  • Kosten pro Anruf: Klicks auf die Telefonnummer in Standort-Assets werden ebenfalls als Klicks abgerechnet.


Die eigentliche Frage ist also nicht, ob Standorterweiterungen etwas kosten, sondern ob sie den Klickpreis wert sind. In den meisten Fällen ist die Antwort ein klares Ja: Die Klickrate steigt, die Klicks sind qualifizierter, und die Conversion-Rate (Ladenbesuche) ist deutlich höher als bei Anzeigen ohne Standortbezug.


Datenschutz und Standorterweiterungen: Was Sie wissen müssen


Gerade im DACH-Raum ist Datenschutz ein wichtiges Thema. Hier die relevanten Punkte:


DSGVO-Konformität


Google verarbeitet die Standortdaten für Store-Visit-Conversions anonymisiert und aggregiert. Einzelne Nutzer können nicht identifiziert werden. Die Daten basieren auf Nutzern, die dem Standortverlauf in ihrem Google-Konto aktiv zugestimmt haben.


Transparenz gegenüber Kunden


Als Werbetreibender haben Sie keinen Zugriff auf individuelle Nutzerdaten. Sie sehen nur aggregierte Zahlen: "X geschätzte Ladenbesuche nach Anzeigeninteraktion." Das entspricht den Anforderungen der DSGVO.


Eigene Datenschutzerklärung


Stellen Sie sicher, dass Ihre Datenschutzerklärung den Einsatz von Google Ads und die Nutzung von Standortdaten erwähnt. Das ist keine spezifische Anforderung für Standort-Assets, sondern allgemein für den Einsatz von Google Ads erforderlich.


Erfolgsmessung: Welche KPIs sind relevant?


Um den Erfolg Ihrer Standorterweiterungen zu messen, sollten Sie diese KPIs im Blick haben:


  • Klickrate (CTR) der Standort-Assets: Wie oft klicken Nutzer auf die Adresse oder die Wegbeschreibung? Eine hohe CTR zeigt, dass der Standort für die Zielgruppe relevant ist.

  • Store Visit Conversions: Die Anzahl der geschätzten Ladenbesuche nach Anzeigeninteraktion. Der wichtigste KPI für lokale Kampagnen.

  • Cost per Store Visit: Wie viel kostet Sie ein geschätzter Ladenbesuch? Teilen Sie Ihre Anzeigenausgaben durch die Anzahl der Ladenbesuch-Conversions.

  • Conversion-Rate von Ladenbesuch zu Kauf: Diese Kennzahl können Sie nicht direkt in Google Ads messen, aber über Ihr Kassensystem oder CRM abschätzen. Sie zeigt, wie qualifiziert die durch Anzeigen generierten Besucher sind.

  • Lokale Impression Share: Wie oft erscheinen Ihre Anzeigen im Vergleich zur möglichen Anzahl an Ausspielungen in Ihrem Zielgebiet? Ein niedriger Impression Share deutet auf zu niedrige Gebote oder zu wenig Budget hin.


Praxisbeispiel: Wie ein lokaler Einzelhändler Ladenbesuche um 40 % steigert


Ein Möbelhaus in Linz mit drei Standorten in Oberösterreich stand vor dem Problem, dass die Online-Werbung zwar Klicks generierte, aber die Verbindung zu tatsächlichen Ladenbesuchen unklar war. Nach der Implementierung einer Strategie mit Standort-Assets sah die Situation anders aus:


  • Standort-Assets wurden für alle drei Filialen aktiviert und mit standortspezifischen Landing Pages verknüpft

  • Gebotsanpassungen von +30 % in einem 10-km-Radius um jede Filiale wurden eingerichtet

  • Anzeigentexte wurden mit lokalen Bezügen versehen ("Schauraum in Linz-Urfahr - jetzt besichtigen")

  • Performance-Max-Kampagnen mit Ladenbesuch-Ziel wurden zusätzlich zu bestehenden Such-Kampagnen geschaltet


Das Ergebnis nach sechs Monaten: Die geschätzten Ladenbesuche stiegen um 40 %, der Cost per Store Visit sank um 25 %, und der lokale Impression Share erhöhte sich von 45 % auf 72 %.


Trends 2026: Was sich bei Standorterweiterungen ändert


Die Landschaft für lokale Google-Ads-Kampagnen entwickelt sich ständig weiter. Hier sind die relevanten Trends für 2026:


KI-gestützte Standortoptimierung


Google setzt zunehmend auf maschinelles Lernen, um die Ausspielung von Standort-Assets zu optimieren. Der Algorithmus berücksichtigt nicht nur die physische Nähe des Nutzers, sondern auch sein Suchverhalten, Tageszeit, Wochentag und Kaufhistorie. Für Werbetreibende bedeutet das: Mehr Automatisierung, aber auch mehr Notwendigkeit, die Ergebnisse zu überwachen und die Zielgruppen-Signale richtig zu setzen.


Integration mit Google Merchant Center


Für Einzelhändler wird die Verknüpfung von Standort-Assets mit dem Google Merchant Center immer wichtiger. "Lokal verfügbar" wird direkt in der Anzeige angezeigt - der Nutzer sieht nicht nur, wo Ihr Geschäft ist, sondern auch, ob das gesuchte Produkt vor Ort vorrätig ist.


Gesponserte Markierungen in Google Maps


Die bereits erwähnten gesponserten Markierungen (Sponsored Pins) in Google Maps werden 2026 breiter ausgerollt. Diese Funktion war bisher grossen Werbekunden vorbehalten und wird zunehmend auch für kleinere und mittlere Unternehmen verfügbar.


Offline-Conversion-Import


Neben den modellierten Store-Visit-Conversions ermöglicht Google den Import tatsächlicher Offline-Conversions aus Ihrem CRM oder Kassensystem. Das verbessert die Datenqualität und ermöglicht eine noch genauere Optimierung Ihrer Kampagnen auf reale Geschäftsergebnisse.


Fazit: Standorterweiterungen als Brücke zwischen Online und Offline


Standorterweiterungen - oder besser gesagt: Standort-Assets - sind für lokale Unternehmen kein optionales Feature, sondern ein zentraler Hebel für mehr Ladenbesuche. Sie verbinden die digitale Welt der Google-Suche mit dem physischen Besuch in Ihrem Geschäft.


Die Einrichtung ist unkompliziert, die Optimierung erfordert Aufmerksamkeit und laufende Pflege. Doch der Aufwand lohnt sich: qualifiziertere Klicks, messbare Ladenbesuche und ein klarer Wettbewerbsvorteil in der lokalen Suche.


2026 bietet mit Performance-Max-Kampagnen, gesponserten Maps-Markierungen und KI-gestützter Ausspielung mehr Möglichkeiten als je zuvor, lokale Kunden zu erreichen und in Ihr Geschäft zu bringen.


Sind Sie bereit, mit Standorterweiterungen mehr Kunden in Ihr Geschäft zu bringen? [Kontaktieren Sie uns](https://www.nordsteg.at/kontakt) für eine unverbindliche Analyse Ihrer lokalen Google-Ads-Kampagnen - unsere Experten zeigen Ihnen, wie Sie das Maximum aus Ihren Standort-Assets herausholen.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)


Was sind Standorterweiterungen in Google Ads?


Standorterweiterungen (offiziell Standort-Assets) sind Anzeigenerweiterungen, die Ihre Geschäftsadresse, Entfernung zum Nutzer, Telefonnummer und Öffnungszeiten direkt in Ihren Google-Ads-Anzeigen anzeigen. Sie werden automatisch aus Ihrem verknüpften Google Unternehmensprofil übernommen und in Such-, Maps- und Display-Anzeigen ausgespielt.


Kosten Standorterweiterungen extra?


Die Aktivierung von Standort-Assets ist kostenlos. Sie zahlen nur für Klicks auf die Erweiterung (z. B. Klick auf die Adresse für die Wegbeschreibung oder auf die Telefonnummer). Diese Klicks werden zum regulären Klickpreis Ihrer Kampagne abgerechnet.


Wie kann ich Ladenbesuche über Google Ads messen?


Google bietet Store-Visit-Conversions an, die auf anonymisierten Standortdaten basieren. Dafür müssen Sie ein verifiziertes Google Unternehmensprofil mit Google Ads verknüpfen und ausreichend Klick- und Impressionsvolumen haben. Die geschätzten Ladenbesuche erscheinen dann als Conversion-Typ in Ihrem Konto.


Funktionieren Standorterweiterungen auch auf Google Maps?


Ja. Standort-Assets werden auf Google Maps als hervorgehobene Einträge angezeigt. Seit 2025 gibt es zusätzlich die Möglichkeit, über Demand-Gen-Kampagnen gesponserte Markierungen (Sponsored Pins) direkt auf der Karte zu schalten, die Ihren Standort besonders prominent hervorheben.


Welche Voraussetzungen brauche ich für Standorterweiterungen?


Sie benötigen ein verifiziertes Google Unternehmensprofil mit aktuellen Informationen (Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer) und eine Verknüpfung dieses Profils mit Ihrem Google-Ads-Konto. Für das Tracking von Ladenbesuch-Conversions gelten zusätzlich Mindestanforderungen an Klick- und Impressionsvolumen.


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