Gute Entscheidungen bremsen Organisationen | Nordsteg Insights #23
- Nicolas Fabjan

- 19. März
- 1 Min. Lesezeit
Gute Entscheidungen beschleunigen.
Zumindest sieht es so aus.
Die Illusion von Geschwindigkeit
Wenn der CEO schnell entscheidet, geht es sofort weiter.
Probleme werden gelöst. Projekte kommen voran.
Das fühlt sich effizient an. Ist es aber nicht.
Der versteckte Effekt
Jede zentrale Entscheidung erzeugt Wartezeit.
Nicht sichtbar.

Aber überall im System.
Entscheidungen werden vorbereitet
Informationen werden gesammelt
Abstimmungen werden eingeholt
Und am Ende: Wird gewartet.
Geschwindigkeit wird verschoben
Das Unternehmen wird nicht schneller. Es verschiebt nur die Geschwindigkeit auf eine Person.
Alles davor wird langsamer. Alles danach hängt davon ab.
Die eigentliche Bremse
Das Problem ist nicht die Entscheidung. Das Problem ist die Struktur dahinter.

Wenn Entscheidungen zentral getroffen werden, muss das System darauf ausgerichtet sein zu warten.
Der Wendepunkt
Schnelle Organisationen treffen nicht bessere Entscheidungen.
Sie treffen Entscheidungen gleichzeitig. Unabhängig voneinander.
Was dafür fehlt
Nicht Kompetenz. Sondern Entscheidungsfähigkeit im System.
Das bedeutet:
klare Kriterien
definierte Schwellenwerte
bekannte Entscheidungsräume

Dann entsteht etwas Neues: Geschwindigkeit ohne Abhängigkeit.
Der Unterschied
Zentrale Systeme sind schnell im Moment.
Verteilte Systeme sind schnell im Ganzen.
Fazit
Gute Entscheidungen beschleunigen einzelne Situationen. Aber sie verlangsamen das System.
Denn echte Geschwindigkeit entsteht erst, wenn niemand mehr warten muss.
Nicolas Fabjan – Gründer & CEO von Nordsteg OnlineMarketing. Klartext für Unternehmer – über Marketing, Systeme und Zukunft.




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