Für wen du wirklich Werbung machen solltest.

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Wer soll deine Werbung eigentlich sehen? Es gibt vier Zielgruppen, für die du Werbung machen solltest. Die sind möglicherweise ganz anders, als du bisher gedacht hast.

1. Für dich selbst.

Als Geschäftsführer oder Eigentümer eines Unternehmens hast du etwas aufgebaut, worauf du stolz sein kannst. Du hast vielleicht sogar ein super Team um dich und motivierst jeden Tag deine Mitarbeiter.

Aber wer motiviert eigentlich dich? Genau! Das ist auch noch dein Job. Dass es zwischendurch Tage gibt, an denen Zweifel aufkommen, ist völlig normal. Wenn du in diesem Moment deine eigene Werbung siehst, weißt du wieder, warum du das alles machst.

Denn Werbung führt dir innerhalb weniger Sekunden vor Augen, was du schon alles reicht hast. Sie verschafft dir für einen Moment wieder den Blick von außen auf dein Unternehmen. Werbung motiviert aber auch, weil dich andere darauf ansprechen werden. Das zeigt dir, dass du wahrgenommen wirst. Gleiches gilt übrigens für dich, wenn du Marketing- oder Sales-Mitarbeiter in einem Unternehmen bist.

 

2. Für deine Mitarbeiter.

Werbung kann weit mehr, als einen Kaufimpuls auslösen. Werbung baut Vertrauen auf. Und zwar nicht nur bei deinen Kunden, sondern auch bei deinen Mitarbeitern.

Jedes Mal, wenn Sie über Werbung fürs eigene Unternehmen „stolpern“, wird nämlich auch ihnen klar, dass dein Unternehmen Präsenz zeigt. Dass es sich Werbung leisten kann. Dass auch viele andere Menschen deine Marke wahrnehmen. Im besten Fall sogar dort, wo kein Mitbewerber sichtbar ist.

All das steigert die Identifikation mit dem Unternehmen und gibt deinen Mitarbeitern ein Gefühl der Sicherheit. Sie erkennen: Dein Unternehmen will und kann sich Werbung leisten, weil ihr gemeinsam das Potenzial habt, zu wachsen. Dieses „stolz sein“ auf die Firma, bei der man arbeitet, ist ein Erfolgsfaktor, der eigentlich unbezahlbar ist.

Denn wer als Mitarbeiter voll hinter seinem Unternehmen steht, arbeitet nicht nur wesentlich motivierter und effizienter, er wird automatisch auch zu einem Markenbotschafter, der sich gerne als Teil deines Unternehmens präsentiert.

Vorurteile schüren? Aber gerne!
Werbung hilft dir außerdem dabei, die besseren künftigen Mitarbeitern zu finden. Denn auch an ihnen geht deine Werbung nicht spurlos vorüber.

Im Gegenteil: Employer Branding ist heute, wo der Kampf um die besten Köpfe voll entbrannt ist, wichtiger denn je. Das bedeutet, du musst als Marke wahrgenommen werden. Wie du dich nach außen hin präsentierst, hat direkten Einfluss darauf, wer sich in Zukunft bei dir bewirbt.

Mit Employer Branding zu starten, wenn du schon dringend auf der Suche nach neuen Leuten bist, ist viel zu spät. Sie müssen dich schon kennen. Sie sollten wissen, wofür dein Unternehmen steht. Im besten Fall haben sie deinem Unternehmen gegenüber schon Vorurteile, und zwar positive! Daher solltest du darauf achten, in der Werbung authentisch zu bleiben.

3. Für deine Mitbewerber.

Jedes Mal, wenn ein Mitbewerber deine Werbung sieht, darfst du dir insgeheim ins Fäustchen lachen. Natürlich wird er dein Produkt nicht kaufen oder deine Dienstleistung in Anspruch nehmen.

Aber mach‘ trotzdem nicht den Fehler, diese Botschaften als „Streuverlust“ zu verbuchen. Denn bei deinen Mitbewerbern wird sie trotzdem etwas auslösen. Im besten Fall sollten sie – überspitzt gesagt – sogar Angst vor dir bekommen.

Je öfter sie dich wahrnehmen und je mehr sie das Gefühl kriegen, du bist überall präsent, desto eher tritt der sogenannte „Superstar-Effekt“ ein. Was das ist? Die Professorin Jennifer Brown fand bei einer Untersuchung, bei der sie sämtliche Golfturniere der elitären US-Profiliga PGA von 1999 bis 2006 auswertete, folgendes heraus:  Die besten Profigolfer der Welt spielten nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv schlechter, sobald sich Tiger Woods im Teilnehmerfeld befand. Und zwar um fast einen Schlag in jeder Runde.

Der Superstar-Effekt besagt also, dass die pure Anwesenheit eines Ausnahmetalents die Konkurrenten beeinflusst und ihre Leistung schwächt. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Dominanz kann sehr demotivierend wirken.

In der Geschäftswelt funktioniert das Prinzip genauso. Wenn es dir also gelingt, durch eine starke Marketingpräsenz deinen Mitbewerbern von vornherein die Lust am Kampf um die Kunden zu nehmen, hast du schon viel gewonnen.

Nordsteg Team

4. Für deine Kunden.

Last but not least ist es natürlich eine der wichtigsten Aufgaben von Marketing, zu deinen neuen Kunden vorzudringen. Nur sie können dafür sorgen, dass dein Umsatz weiter wächst.

Neue Kunden zu gewinnen, ist heute aber nicht mehr so einfach wie früher. Werbung im klassischen Sinn reicht nicht mehr. Sie eignet sich zwar dazu, einen ersten Impuls zu setzen, aber dieser wird in der Regel nicht dazu führen, dass der potenzielle Kunde sofort eine Kaufentscheidung trifft.

Trotzdem. Je öfter du diesen Impuls auslöst  – und zwar genau bei den Menschen, für die dein Angebot genau passt – desto eher werden sie mehr über dich wissen wollen und damit beginnen, sich mit dir und deinen Leistungen auseinanderzusetzen.

Sie fangen an zu stöbern. Verschaffen sich einen Überblick und nutzen dazu verschiedenste Quellen. Für dich bedeutet das: Ab jetzt solltest du möglichst breit aufgestellt sein. Der Kunde sollte dich auf verschiedensten Kanälen finden und hier so viel wie möglich über deine Produkte und Dienstleistungen erfahren.

 

Entscheidend ist dabei neben der Qualität, vor allem die Quantität deiner Marketingleistungen. Ein Beispiel: Solltest du die Wahl haben zwischen 100 halbwegs guten Videos oder einem wahnsinnig aufwändigen – wähle lieber die 100.

Warum? Weil Werbung im Grunde genommen genauso funktioniert wie die Fabel vom Hasen und vom Igel. Du weißt schon, das Märchen vom Hasen, der dachte, er sei dem Igel bei einem Wettrennen haushoch überlegen, weil der kurze und noch dazu krumme Beinchen hatte.

Doch der schlaue Igel trickst den Hasen aus, indem er am Ziel seine ihm zum Verwechseln ähnliche Frau positioniert. Er dupliziert sich quasi. Im Marketing passiert im Wettlauf um die Kunden genau das gleiche. Viele Unternehmen denken, sie machen das Rennen, weil sie sich ein besonders aufwändiges Design verpassen oder ein superteures Video produzieren lassen und dann bei der „Streuung“ dieser Dinge sparen müssen.

Andere haben genau verstanden, was ihre Wunschkunden an Informationen brauchen und jedes Mal, wenn diese Interesse zeigen und zu stöbern beginnen, sagen können „Ich bin schon da!“. „Ich hab‘ genau das, was du suchst!“. Ihr Styling ist zwar vielleicht nicht so ausgefeilt und perfekt. Aber sie zeigen eine weit stärkere Präsenz und machen auf Dauer so das Rennen.


Vergiss‘ nicht auf jene, die du schon überzeugt hast!

Ebenso wichtig ist das, was man als „Second Moment of Truth“ bezeichnet. Also jener Moment, in dem der Kunde dein Produkt auspackt bzw. deine Lösung zum ersten Mal ausprobiert. Ist er zufrieden, lautet die Frage: Wie gelingt es dir, die Kommunikation mit dem bestehenden Kunden auch nach seiner Kaufentscheidung nicht abreißen zu lassen.

Wenn deine Leistung das gehalten hat, was sie verspricht, kannst du jetzt deinen zufriedenen Kunden zu einem neuen Werbebotschafter machen, indem er seine Erfahrung mit anderen teilt. Daher musst du versuchen, ihm genau das möglichst leicht zu machen. Aber auch bestehende Kunden sprechen weiterhin auf deine Werbe- und Marketingmaßnahmen an. Denn damit verstärkt du in ihnen das Gefühl, sich für das richtige Produkt entschieden zu haben.

Fazit

Wer Marketing betreibt, darf dieses nicht zu kurzsichtig bzw. eingeschränkt betrachten. Werbung ist nicht allein dazu da, um dir neue Kunden zu bringen. Werbung kann weit mehr. Sie motiviert dich selbst, deine bestehenden und künftigen Mitarbeiter und besten Fall schüchtert sie sogar deine Konkurrenz ein wenig ein.

All diese Zielgruppen sollten du in deiner Werbung bedienen können.

Nicolas Fabjan

Nicolas Fabjan ist Geschäftsführer von Nordsteg OnlineMarketing und hilft Ihnen gezielt neue Kunden zu finden. Langjährige Verkaufserfahrung und die Ausbildung zum Inbound Marketing Fachmann sind die perfekte Kombination um Ihre Umsätze zu steigern und die Verkaufsprozesse in Ihrem Unternehmen zu optimieren.

Nicolas Fabjan auf LinkedIn

2019-08-24T08:36:18+02:00 By |Categories: Marketing|

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